Sidon, Antike Mittelmeerhafen Stadt im Südlibanon
Sidon erstreckt sich entlang einer Bucht im südlichen Libanon, etwa vierzig Kilometer von Beirut entfernt, mit zwei natürlichen Häfen und breiten Uferstraßen. Die Altstadt liegt hinter der Küstenlinie, wo Kalksteingebäude, Kreuzfahrerruinen und osmanische Karawansereien sich in engen Gassen zusammendrängen.
Die Siedlung entstand im dritten Jahrtausend vor Christus als phönizische Handelsstation und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für Purpurfarbe und Glasherstellung. Später wurde sie von Assyrern, Persern, Griechen und Kreuzfahrern nacheinander regiert, wobei jede Macht ihre baulichen Spuren hinterließ.
Der Name leitet sich vom phönizischen Wort für Fischfang ab, und noch heute arbeiten Fischer am alten Hafen in ihren bunten Holzbooten. Die Souks rund um Khan el-Franj ziehen Einheimische an, die frisches Obst, Gewürze und handgemachte Seife kaufen.
Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei ein Spaziergang vom Hafen durch die Souks bis zum Seeschloss etwa zwanzig Minuten dauert. Morgens und späte Nachmittage bringen kühlere Temperaturen und weniger Gedränge in den engen Gassen.
Unter der Stadt liegen mehrere unterirdische Tunnel, die einst für Verteidigung und Handel genutzt wurden und heute teilweise zugänglich sind. An manchen Stellen führen diese Gänge direkt unter bewohnten Häusern hindurch und verbinden alte Zisternen miteinander.
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