Jeita-Grotte, Kalksteinhöhlensystem im Bezirk Keserwan, Libanon.
Jeita Grotto ist ein Höhlensystem in Kalkstein im Keserwan-Distrikt im Libanon, das sich über etwa neun Kilometer erstreckt. Der Komplex gliedert sich in eine obere Galerie mit Gehwegen und einen unteren Abschnitt, den man mit Booten befährt.
Der amerikanische Missionar William Thompson drang 1836 als erster etwa 50 Meter in die untere Höhle ein und erreichte den unterirdischen Fluss. Spätere Expeditionen in den folgenden Jahrzehnten kartografierten die weiteren Tunnel und öffneten den Ort schrittweise für Besucher.
Die Höhle ist seit 1961 auf libanesischen Briefmarken zu sehen und zählt zu den meistbesuchten Orten des Landes, den Reisende aus der ganzen Region kennen. Einheimische Familien kommen hierher, um den Ausflug mit einem Picknick in den umliegenden Gärten zu verbinden und die kühle Luft im Sommer zu genießen.
Führungen bringen Besucher zuerst in die obere Höhle, wo man zu Fuß durch beleuchtete Gänge geht, und danach in die untere Ebene, wo kleine Boote durch das Wasser gleiten. Eine Seilbahn verbindet den Eingang mit den oberen Parkplätzen, und ein elektrischer Zug verkürzt den Weg zwischen den beiden Höhlenabschnitten.
Der unterirdische Fluss versorgt mehr als eine Million Menschen in der Umgebung mit Trinkwasser und fließt das ganze Jahr über durch die untere Höhle. Im Winter steigt der Wasserspiegel so stark, dass die Bootstouren pausieren, während die obere Galerie offen bleibt.
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