Moschee Raižiai, Holzmoschee in Raižiai, Litauen.
Die Raižiai-Moschee ist ein Holzbauwerk in der Ortschaft Raižiai und zeigt islamische Architekturelemente, die an litauische Bautraditionen angepasst wurden. Das Gebäude steht an der Vytauto-Straße 9 und wird von etwa 500 Mitgliedern der lokalen Gemeinde genutzt.
Das Gebäude wurde 1889 erbaut und blieb während der Sowjetzeit die einzige funktionierende Moschee in Litauen. Diese kontinuierliche Betriebstätigkeit war ein seltenes Zeichen der Religionsfreiheit in einem athenstischen Staat.
Die Moschee dient der Gemeinde der litauischen Tataren als Versammlungsort und Zentrum ihres Glaubenslebens. Der Ort trägt die Geschichte einer Minderheit in sich, die seit Jahrhunderten in Litauen lebt und ihre Tradition bewahrt.
Das Gebäude wird regelmäßig für Gebete genutzt und ist auf Besuchern offen, aber es ist ratsam, vorher die aktuellen Besuchsmöglichkeiten und Gebetszeiten zu prüfen. Der Ort liegt außerhalb der Hauptstadt und ist am besten mit eigenem Transport oder organisierten Touren erreichbar.
Im Innern befindet sich ein Minbar aus dem Jahr 1686, einer der ältesten erhaltenen Gebetspulte aus der Zeit des Polnisch-Litauischen Staates. Dieses kunstvoll gefertigte Möbelstück ist ein seltenes Zeugnis der frühen islamischen Geschichte in der Region.
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