Berg der Kreuze, Religiöse Pilgerstätte in Šiauliai, Litauen
Zwei kleine Hügel sind vollständig mit über 100.000 Kreuzen verschiedener Größen bedeckt, von kleinen Holzstücken bis zu großen Metallkreuzifixen, die dicht nebeneinander stehen und mehrere Schichten bilden.
Die ersten Kreuze wurden in den 1830er Jahren aufgestellt, als Familien Opfer der Aufstände gegen die russische Herrschaft mit Gedenkzeichen auf einem ehemaligen befestigten Hügel ehrten, der bereits seit der Eisenzeit als Befestigung diente.
Der Kreuzberg verkörpert litauische Kreuzschnitztradition, die von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde, und dient als Symbol nationaler Widerstandskraft während Jahrhunderten fremder Herrschaft über das Baltikum.
Das Gelände ist ganzjährig bei freiem Eintritt zugänglich, und Besucher können Kreuze bei örtlichen Händlern erwerben, um sie zur Sammlung hinzuzufügen. Der Ort liegt etwa 12 Kilometer nördlich von Šiauliai an der Straße nach Joniškis.
Sowjetische Behörden zerstörten das Gelände mehrfach zwischen 1961 und 1975 mit Bulldozern und verbrannten die hölzernen Kreuze, doch Einheimische kehrten nachts zurück und stellten neue Kreuze auf trotz drohender Verhaftung.
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