Ghetto Wilna, Jüdisches Ghetto der NS-Zeit in Vilnius, Litauen.
Das Vilna Ghetto war ein jüdisches Wohngebiet in Vilnius, das aus zwei getrennten Bereichen bestand und von Holzzäunen sowie Stacheldraht umgeben war. Die Grenzen des Ghettos lassen sich heute anhand von Gedenktafeln und Informationsschildern entlang der Straßen Stiklių, Gaono, Žydų und Mėsinių nachvollziehen.
Die deutschen Besatzungskräfte richteten das Ghetto im September 1941 ein und zwangen etwa 40.000 Juden, unter extrem beengten Verhältnissen zu leben. Das Ghetto wurde zwei Jahre später im September 1943 liquidiert, was das Ende dieser eingesperrten Gemeinschaft markierte.
Die Mefitze Haskole Bibliothek war ein Ort, wo Menschen trotz der schwierigen Bedingungen Vorträge hielten und Musik aufführten. Dieses Zentrum der geistigen Aktivität half vielen, ihre Menschlichkeit und Hoffnung zu bewahren.
Besucher sollten die Gegend zu Fuß erkunden und sich Zeit nehmen, um die Tafeln an den historischen Straßen zu lesen. Die Orientierung ist einfach, da die Markierungen ein zusammenhängendes Netzwerk im alten jüdischen Viertel bilden.
Die Untergrundorganisation nutzte das Abwassersystem des Ghettos, um Waffen zu transportieren und Kontakt mit Widerstandskämpfern in den nahe gelegenen Wäldern zu halten. Diese verborgenen Netzwerke waren entscheidend für die Widerstandsbewegung vor Ort.
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