Kaunas, Zweitgrößte Stadt in Litauen
Kaunas ist die zweitgrößte Stadt in Litauen und liegt im Zentrum des Landes am Zusammenfluss von Nemunas und Neris. Die Bebauung reicht von gotischen Backsteinhäusern und einer Burg aus dem vierzehnten Jahrhundert bis zu funktionalistischen Wohnvierteln und öffentlichen Gebäuden aus den zwanziger Jahren.
Die Stadt erhielt 1408 ihre Stadtrechte und trat 1441 der Hanse bei, wodurch sie zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg diente sie von 1919 bis 1939 als vorübergehende Hauptstadt Litauens.
Der Name leitet sich vom litauischen Wort für Habicht ab, und die Altstadt zeigt noch immer die engen Straßen und Handelshäuser aus der Zeit als Hansestadt. Besucher sehen hier auch zahlreiche Beispiele der Zwischenkriegs-Architektur, als die Stadt für zwei Jahrzehnte die provisorische Hauptstadt war.
Ein internationaler Flughafen verbindet die Stadt mit mehreren europäischen Zielen, und regelmäßige Bus- sowie Zugverbindungen fahren nach Vilnius und in andere Landesteile. Die Altstadt und die modernistischen Viertel lassen sich gut zu Fuß erkunden, und viele Orte liegen entlang der beiden Flussufer.
Die Stadt beherbergt ein Museum mit über dreitausend Teufelsfiguren aus verschiedenen Kulturen, das in einem Holzhaus aus der Zwischenkriegszeit untergebracht ist. Eine der Hauptverkehrsadern wurde in den dreißiger Jahren mit funktionalistischen Gebäuden gesäumt, die heute das geschlossenste modernistische Ensemble Europas bilden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.