Pypliai Hillfort, Archäologische Stätte und Wallburg in der Region Ringaudai, Litauen.
Der Pypliai-Hügel erhebt sich zwischen zwei tiefen Mulden im Wald Kacergine und besitzt steile Abhänge sowie eine flache Beobachtungsplattform auf seinem Gipfel. Die Gesamtanlage zeigt typische Merkmale von Befestigungsstrukturen aus dem Mittelalter mit sichtbaren Erdwällen und archäologischen Spuren.
Im 13. bis 15. Jahrhundert war diese Struktur ein Verteidigungsbauwerk des Großfürstentums Litauen gegen Angriffe des Deutschen Ordens. Die Periode war geprägt von wiederkehrenden Konflikten an den Grenzen der Region.
Der Hügel ist in der lokalen Überlieferung mit Herzog Pyplis verbunden, der einer Legende zufolge diese Erhebung zum Andenken an seinen im Kampf gefallenen Sohn errichtete. Die Einheimischen erzählen diese Geschichte noch heute, wenn sie Besuchern den Ort zeigen.
Der Aufstieg erfordert festes Schuhwerk wegen der unebeneren Gelände- und Erdwallstrukturen. Beste Bedingungen finden Besucher bei trockenem Wetter, wenn der Waldboden nicht rutschig ist.
Ausgrabungen unter dem heutigen Dorf enthüllten Spuren früherer Siedlungen mit Pfosten- und Keramiklöchern aus verschiedenen Epochen. Diese Funde zeigen, dass der Ort lange vor der Mittelalterperiode bevölkert war.
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