Kurland, Geografische Region im westlichen Lettland
Kurland ist eine Region im westlichen Lettland, die sich zwischen der Ostsee und dem Rigaer Meerbusen erstreckt und fruchtbare Ebenen sowie große Waldflächen umfasst. Die Gegend wird von mehreren Flüssen durchzogen und zeigt entlang der Küste breite Sandstrände und niedrige Klippen.
Das Herzogtum entstand 1561, als der Livländische Orden aufgelöst wurde, und blieb bis 1795 unter dem Schutz der polnisch-litauischen Union teilweise selbstständig. In dieser Zeit führte es Handelsbeziehungen mit West- und Nordeuropa und verwaltete kurzzeitig überseeische Stützpunkte.
Die Ortsnamen im Westen offenbaren oft sowohl deutsche als auch lettische Wurzeln, und in ländlichen Gebieten sprechen ältere Bewohner manchmal noch deutsche Dialekte. Manche Bauernhöfe und kleinere Städte pflegen überlieferte Handwerkstraditionen, während die Küstenorte vom Fischfang und Schiffbau geprägt sind.
Größere Ortschaften wie Liepāja und Ventspils sind über das lettische Busnetz mehrmals täglich von Riga aus zu erreichen. Kleinere Dörfer und Naturgebiete erfordern oft einen Mietwagen oder lokale Verbindungen, da die Fahrzeiten zwischen den Orten variieren.
Im 17. Jahrhundert unterhielt das Herzogtum eigene Kolonien in Tobago und Gambia, was es zur kleinsten europäischen Nation mit überseeischen Besitzungen machte. Diese Episode dauerte nur wenige Jahrzehnte, bleibt aber eine Kuriosität in der regionalen Vergangenheit.
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