Schloss Jelgava, Barockschloss in Jelgava, Lettland.
Der Jelgava-Palast ist eine Barockresidenz auf einer Insel zwischen zwei Flussarmen der Lielupe in Lettland. Das Gebäude besticht durch symmetrische Fassaden und monumentale Proportionen, die seine einstige Bedeutung als Fürstensitz unterstreichen.
Das Gebäude wurde 1738 vom italienischen Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli entworfen, doch der Bau stoppte 1740, als der Auftraggeber Ernst Johann von Biron aus der Gunst fiel. Nach dieser Unterbrechung wurde das Projekt später unter anderen Bedingungen fortgeführt.
Die Gruft des Palastes bewahrt die sterblichen Überreste von 21 Herzögen und Herzoginnen der Region sowie ihrer Angehörigen in Metallsärgen und Holzkisten auf. Dieser Ort spiegelt die lange Herrschaft der Adelsfamilien wider, deren Namen mit der Geschichte des Landes verbunden sind.
Die Universität für Agrarwissenschaften und -technologie nutzt das Palast derzeit und bietet Besuchern Rundgänge durch das Innere an. Es ist ratsam, sich vorab nach Öffnungszeiten und Zugang zu erkundigen, da das Gebäude noch aktiv als Bildungseinrichtung genutzt wird.
Während der Französischen Revolution versuchten französische Adlige im Exil, die feierlichen Zeremonien von Versailles innerhalb der Mauern nachzuahmen. Diese Episode verbindet das Anwesen mit einer Zeit großer politischer Umwälzungen in Europa.
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