Chaouia-Ouardigha, Ehemalige Verwaltungsregion im nördlichen Zentral-Marokko.
Chaouia-Ouardigha war eine Verwaltungsregion in Zentralmarokko, die sich zwischen dem Fluss Oum er-Rbi und dem Atlantischen Ozean erstreckte. Das Gebiet umfasste Ackerland in der Tadla-Ebene und war von unterschiedlichen Landschaften geprägt, die zwischen Flussufern und Küstenbereichen lagen.
Während der französischen Protektoratszeit wurde die Region in drei Verwaltungszonen unterteilt: Chaouia-Nord, Chaouia-Zentrum und Chaouia-Süd. Im Jahr 2015 wurde das Gebiet aufgelöst und zwischen den Regionen Casablanca-Settat und Béni Mellal-Khénifra aufgeteilt.
Der Name Chaouia stammt vom Wort 'Chaoui', das Hirten bedeutet und die traditionelle Lebensweise der Bevölkerung widerspiegelt, die lange vom Viehbestand abhängig war. Diese Verbindung zur Schafhaltung prägte die Identität und die sozialen Strukturen der lokalen Gemeinschaften über Generationen hinweg.
Die ehemalige Region existiert heute als administrative Einheit nicht mehr und ist auf modernen Karten nicht als separater Bereich zu finden. Für Besucher, die die historischen Gebiete erkunden möchten, sind die Orte Casablanca und die Tadla-Ebene gute Orientierungspunkte.
Bestimmte Böden in der Region, besonders in der Gegend um Mdhakra, sind außergewöhnlich fruchtbar und wurden lokal als tirs bekannt. Diese besonderen Ackerböden ermöglichten es Bauern, Jahr für Jahr gute Ernten zu erzielen.
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