Spanisch-Marokko, Kolonialgebiet im Norden Marokkos
Das spanische Protektorat erstreckte sich von Larache an der Atlantikküste bis über Melilla am Mittelmeer hinaus, mit Tetouan als Verwaltungszentrum. Es umfasste wichtige Küstenstädte und reichte landeinwärts bis ins Rif-Gebirge.
Spanien richtete sein Protektorat in Marokko 1912 durch eine Vereinbarung mit Frankreich ein, nach dem Vertrag von Fes, der marokkanisches Gebiet aufteilte. Das Protektorat endete 1956, als Marokko seine Unabhängigkeit erlangte.
Die Verwaltung förderte Schulen, in denen auf Arabisch unterrichtet wurde, und unterstützte marokkanische Studierende bei Auslandsaufenthalten in Ägypten. Lokale Bräuche und Lebensweisen blieben unter der Kolonialherrschaft weitgehend erhalten.
Das Gebiet enthielt ergiebige Eisenerzminen im Rif-Gebirge und schloss bedeutende Küstenstädte wie Larache, Ksar el-Kebir und Asilah ein. Spuren der Kolonialzeit sind heute noch in der Architektur dieser Städte sichtbar.
Während des Zweiten Weltkriegs besetzten spanische Truppen vorübergehend die internationale Zone von Tanger von 1940 bis 1945. Die Stadt diente in dieser Zeit als Durchgangsort für europäische Flüchtlinge.
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