Rabat, Hauptstadt im westlichen Marokko
Rabat erstreckt sich entlang der Atlantikküste an der Mündung des Bou-Regreg-Flusses und blickt über das Wasser auf die benachbarte Stadt Salé. Die Altstadt liegt hinter massiven Befestigungsmauern, während sich moderne Viertel mit breiten Alleen und Verwaltungsgebäuden nach Süden und Westen ausbreiten.
Der Almohaden-Herrscher Abd al-Mumin gründete die Stadt im 12. Jahrhundert als befestigtes Kloster für Truppen, die nach Spanien ziehen sollten. Später verlor der Ort an Bedeutung, bis Frankreich ihn Anfang des 20. Jahrhunderts zur Hauptstadt des Protektorats machte und neue Viertel anlegte.
Die Stadt dient als Regierungssitz und königliche Residenz, was sich im Alltag durch Zeremonien und offizielle Veranstaltungen zeigt. Einheimische versammeln sich oft entlang der Boulevards und in den Parks, besonders am Wochenende, wenn Familien die Gärten und Uferwege bevölkern.
Die Stadt verbindet sich über ihren Bahnhof mit großen marokkanischen Reisezielen, während das moderne Straßenbahnsystem die Verbindung zum benachbarten Salé herstellt. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander in der Altstadt und entlang der Küste, sodass man sie zu Fuß erkunden kann.
Der Chellah vereint Schichten der Zivilisation, von antiken römischen Ruinen bis zu mittelalterlichen islamischen Bauten, alles in einem einzigen archäologischen Gelände. Störche nisten oben auf den verfallenen Minaretten und Säulen, was der ruhigen Anlage ein lebendiges Element verleiht.
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