Tétouan, Stadtgemeinde in Nordmarokko
Tétouan ist eine städtische Gemeinde in der gleichnamigen Provinz im Norden Marokkos. Die weiß getünchten Gebäude erstrecken sich über mehrere Ebenen entlang des Martil-Tals zwischen Bergen und der Mittelmeerküste.
Nach der Zerstörung durch kastilische Truppen im 15. Jahrhundert ließ Ali al-Mandri aus Granada die Stadt mit neuen Befestigungen und Bauten wieder errichten. Die Neubesiedlung brachte Flüchtlinge aus Andalusien, die ihren Baustil und ihre Handwerkstraditionen mitbrachten.
Die Medina ist in spezialisierte Viertel unterteilt, in denen Handwerker nach überlieferten Methoden Lederarbeiten, Textilien, Keramik und Metallwaren herstellen. Auf den Märkten lässt sich beobachten, wie Färber, Weber und Kupferschmiede ihre Arbeit direkt an Ort und Stelle verrichten.
Die Stadt lässt sich über den nahegelegenen Flughafen Sania Ramel oder über Straßenverbindungen von Tanger aus erreichen, das etwa 60 Kilometer westlich liegt. In der Altstadt sind die Gassen oft eng und gewunden, sodass bequemes Schuhwerk hilfreich ist.
Die örtliche Kunstschule erhält andalusisch-marokkanische Traditionen durch die Vermittlung klassischer Gestaltungsmethoden und Restaurierungstechniken. Studenten lernen hier das Schnitzen von Stuck, das Verlegen von Fliesen und das Bemalen von Holzdecken nach historischen Vorlagen.
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