Oujda, Verwaltungshauptstadt im Nordosten Marokkos
Oujda ist eine Hauptstadt der Provinz im Nordosten Marokkos, die auf einem Hochplateau liegt und durch breite Alleen verbunden wird. Die Altstadt mit ihren engen Gassen grenzt an neuere Viertel mit mehrgeschossigen Wohnhäusern und begrünten Plätzen.
Die Siedlung wurde im Jahr 994 von Ziri ibn Atiyya als befestigter Posten gegründet und erlebte unter den Almoraviden ab dem 11. Jahrhundert eine erste Blütezeit. Spätere Dynastien erweiterten die Mauern und bauten neue Moscheen, bevor die Stadt im 20. Jahrhundert zur Provinzhauptstadt wurde.
Die Küche verbindet marokkanische Aromen mit östlichen Einflüssen und zeigt sich in Gerichten wie Kefta-Tagine und süßen Mandelbiskuits. In traditionellen Teehäusern treffen sich Einheimische zum Austausch und Kartenspiel, während Kinder auf den Straßen Fußball spielen.
Der Flughafen liegt rund 15 Kilometer außerhalb und ermöglicht Verbindungen in weitere Regionen des Landes. Taxis und Busse verkehren regelmäßig zwischen dem Zentrum und den äußeren Vierteln, sodass man sich gut orientieren kann.
Der Raï, eine moderne Musikrichtung, die traditionelle arabische Töne mit westlichen Instrumenten verbindet, entstand in dieser Gegend und wird bis heute in Konzerthallen und Kneipen gespielt. Viele Musiker haben in den Gassen der Altstadt ihre ersten Auftritte absolviert und später internationale Anerkennung erlangt.
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