Sidschilmasa, Archäologische Stätte in Errachidia, Marokko.
Sijilmasa ist eine archäologische Stätte in der Oase Tafilalt nahe der Stadt Rissani in Marokko, wo sich Ruinen über etwa acht Kilometer entlang des Flusses Ziz erstrecken. Die Überreste zeigen Stadtmauern aus Stampflehm, Grundrisse von Wohnvierteln, Werkstätten und öffentlichen Gebäuden, die teilweise unter Sandhügeln verborgen liegen.
Die Stadt wurde 757 von den Miknasa-Berbern gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt zwischen Nordafrika und den Regionen südlich der Sahara. Nach Jahrhunderten des Wohlstands wurde sie 1393 endgültig verlassen, als politische Instabilität und Konflikte die Handelsrouten unterbrachen.
Der Name Sijilmasa bedeutet in der Berbersprache „Versammlungsort
Besucher sollten einen örtlichen Führer in Rissani beauftragen, da die Ausgrabungsstätten weitläufig sind und viele Bereiche nicht markiert sind. Festes Schuhwerk ist ratsam, denn der Weg führt über unebenes Gelände mit Sand und Schuttfeldern.
Die Stadt prägte eigene Münzen und kontrollierte den regionalen Goldhandel, wodurch sie zum wirtschaftlichen Zentrum des mittelalterlichen Marokko wurde. Archäologen entdeckten Werkstätten, in denen Münzen aus Gold aus dem Sudan gestempelt wurden, bevor sie weiter nach Norden und Europa gelangten.
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