Rusaddir, Antikes römisches Oppidum in Melilla, Marokko
Rusaddir war ein römisches Oppidum auf einer strategischen Halbinsel an der Küste, mit erhaltenen Wehranlagen und einer natürlichen Hafenanlage darunter. Das Gelände zeigt die Überreste einer gut befestigten Siedlung an einem idealen Ort für Seehandel.
Die Siedlung begann als phönizische Gründung im dritten Jahrhundert vor Christus und wurde später zu einer römischen Kolonie innerhalb Mauretaniens. Im Laufe der Zeit wechselte das Gebiet mehrmals die Herrschaft und wurde schließlich verlassen.
Die hier gefundenen Gegenstände zeigen, wie Phönizier, Römer und nordafrikanische Völker sich austauschten und vermischten. Man sieht in den Objekten, wie verschiedene Kulturen an diesem Ort zusammenkamen und ihre Wege kreuzten.
Der Ort lässt sich am besten bei Tageslichtstunden besuchen, wenn die Überreste deutlich zu sehen sind. Informationstafeln an verschiedenen Stellen erklären die Layout und Geschichte der Siedlung.
Der Name stammt aus der phönizischen Sprache und bedeutet 'Hohe Bucht', was sich auf die erhöhte Felsenvorgebirge bezieht, auf der die Stadt stand. Diese Namengebung zeigt, wie die Phönizier den Ort nach seinen markanten natürlichen Merkmalen benannten.
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