Bender, Osmanische Festungsstadt in Ostmoldawien
Bender liegt am westlichen Ufer des Dnister in der Region Transnistrien im Osten Moldaus. Die Festung aus dem 16. Jahrhundert steht auf einem Hügel über dem Fluss und ist von niedrigen Wohnvierteln mit sowjetischer Architektur umgeben.
Die Osmanen eroberten den Ort im 16. Jahrhundert und bauten die alte Befestigung zu einer großen Festung aus. Im 18. Jahrhundert fiel die Stadt an das Russische Reich, das sie weiter als Militärstützpunkt nutzte.
Der Name stammt aus dem Türkischen und bedeutet Hafen, was auf die Lage am Fluss hinweist. Kirchen mit Zwiebeltürmen stehen neben flachen sowjetischen Wohnblöcken, während ältere Einwohner oft Russisch im Alltag sprechen.
Die Stadt verwendet den transnistrischen Rubel und verlangt für manche Staatsangehörige Einreisedokumente an der Kontrollstelle am Dnister. Geldautomaten akzeptieren oft nur lokale Karten, daher sollte man genügend Bargeld mitbringen.
Unter der Festung verlaufen alte Gänge, die früher als Lagerräume und Fluchtwege dienten. Manche Tunnel führen bis unter die nahegelegenen Stadtviertel und sind nur bei Führungen zugänglich.
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