Lac Manantali, Stausee in Mali
Der Manantali-See ist ein großes Stausee, das durch einen Damm am Bafing-Fluss entstanden ist und sich über eine ausgedehnte Fläche erstreckt. Die Wasseroberfläche spiegelt meist den Himmel wider und wird von Grasland sowie Baumbewuchs an den Ufern eingefasst, während der umliegende Landstrich flach und mit sanften Hügeln geprägt ist.
Der Damm wurde ab Anfang der 1980er Jahre gebaut und markierte einen großen Schritt in der Energieversorgung der Region für Mali, Senegal und Mauretanien. Das Projekt ermöglichte nicht nur Stromerzeugung, sondern veränderte auch die natürliche Flusslandschaft und die dort ansässigen Fischarten grundlegend.
Der See ist eng mit dem Leben der Fischergemeinschaften verflochten, deren Traditionen bis heute durch das Konzept des "Wassermeisters" geprägt sind, der über die Nutzung entscheidet. Die Fischerei bildet das Herzstück der lokalen Wirtschaft, wobei Arten wie Tilapia und Wels die Ernährung und das Einkommen vieler Familien sichern.
Das Gebiet ist schwer zu erreichen, und Besucher sollten vorbereitet sein, dass die Infrastruktur begrenzt ist. Die beste Zeit für einen Besuch ist während oder kurz nach der Regenzeit, wenn der Wasserspiegel höher ist und das Gebiet grüner wirkt, was das Erlebnis verbessert.
Der See beherbergt neue Fischarten wie Tilapia und Wels, die sich nach Fertigstellung des Damms dort angesiedelt haben, während ältere Arten verschwunden sind. Diese Veränderung zeigt, wie Feuchtgebiete sich an veränderte Wasserbedingungen anpassen und wie menschliche Eingriffe Ökosysteme grundlegend umgestalten.
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