Naypyidaw, Hauptstadt im zentralen Myanmar.
Naypyidaw ist die Hauptstadt in Zentralmyanmar, die sich über eine Fläche erstreckt, die mehrere deutsche Großstädte zusammen einnehmen würden. Ministeriumsgebäude, identische Wohnblöcke und kilometerlange Boulevards mit vielen Fahrspuren prägen das Stadtbild, das von weiten Grünflächen und vereinzelten Monumenten unterbrochen wird.
Im November 2005 verlegten die Militärbehörden die Hauptstadt von Yangon hierher, wobei 1100 Armeelastwagen die Regierungsbüros über Nacht transportierten. Innerhalb weniger Jahre entstanden auf zuvor unbebautem Land komplette Verwaltungsviertel, die nach militärischem Plan angelegt wurden.
In der Uppatasanti-Pagode versammeln sich Gläubige zum Gebet und zum Anzünden von Kerzen, während Mönche in den Morgenstunden ihre Almosenrunden durch die weitläufigen Straßen absolvieren. An Feiertagen strömen Familien in traditioneller Kleidung hierher, um Blumen und Räucherstäbchen zu opfern, was dem sonst leeren Stadtbild Leben einhaucht.
Besucher finden hier eine konstante Strom- und Wasserversorgung, was in Myanmar nicht selbstverständlich ist und einen klaren Unterschied zu anderen Regionen des Landes markiert. Orientierung erfordert Geduld, da die Entfernungen zwischen einzelnen Punkten groß sind und öffentliche Verkehrsmittel rar bleiben.
Das Straßennetz besteht aus Boulevards mit bis zu 20 Fahrspuren, die verschiedene Verwaltungszonen verbinden, doch bleiben diese außergewöhnlich breiten Straßen den ganzen Tag über nahezu leer. Gelegentlich durchquert ein einzelnes Fahrzeug eine mehrere Kilometer lange Allee, was dem Ort eine seltsame, fast theatralische Atmosphäre verleiht.
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