Tannu-Ola mountains, Gebirgskette in Südsibirien, Russland.
Die Tannu-Ola sind ein Gebirge im Süden Sibiriens, Russland, das sich entlang der Grenze zur Mongolei erstreckt und Höhen von bis zu etwa 3.000 Metern erreicht. Das Gelände wechselt zwischen breiten Tälern und langen Kämmen, die die Landschaft in zwei klar unterschiedliche Seiten teilen.
Die Tannu-Ola dienten nomadischen Völkern seit jeher als natürliche Grenze und als Übergangsweg zwischen den Steppen Sibiriens und der Mongolei. Im frühen 20. Jahrhundert prägten politische Veränderungen in der Region die heutige Grenzziehung zwischen Russland und der Mongolei.
Der Name Tannu-Ola stammt aus der Sprache der Tuwiner, der lokalen Bevölkerungsgruppe, die diese Region seit Jahrhunderten bewohnt. Für sie sind die Pässe keine Hindernisse, sondern vertraute Wege zwischen Weidegründen auf beiden Seiten des Kamms.
Der Zugang zu diesem Gebiet erfordert eine Sondergenehmigung der russischen Behörden, die man lange im Voraus beantragen sollte. Die günstigsten Monate für eine Begehung sind die Sommermonate, da Schnee und Kälte den Zugang in anderen Jahreszeiten erschweren können.
Das Gebirge teilt sich in einen westlichen und einen östlichen Teil, wobei der Westen eher aus Sandstein besteht und der Osten von Granitformationen geprägt wird. Diese geologische Zweiteilung ist für Wanderer deutlich sichtbar, wenn sie von einem Abschnitt in den anderen wechseln.
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