Wardija Nymphäum, Punisches Heiligtum in Kerċem, Malta
Ras il-Wardija ist ein punisches Heiligtum in Kerċem auf Malta, bestehend aus in den Fels gehauenen Kammern und Terrassen auf einer Klippe über dem Meer. Der Ort umfasst auch ein Becken mit eingehauenen Stufen, einen glockenförmigen Brunnen zur Wassersammlung und Architekturdetails, die auf eine geordnete religiöse Nutzung hinweisen.
Das Heiligtum wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. während der punischen Periode errichtet und blieb bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. in Gebrauch. In dieser langen Zeit diente es sowohl punischen als auch später römischen Gemeinschaften als religiöser Ort.
Die Hauptkammer des Heiligtums zeigt fünf in den Fels gehauene Nischen, in denen Gläubige Gaben oder Votivgegenstände hinterlassen haben. Die sorgfältige Gestaltung des Raums zeigt, dass dieser Ort über Jahrhunderte hinweg von Menschen aufgesucht wurde, die hier Rituale vollziehen wollten.
Das Heiligtum liegt auf einem hohen Kliff mit steilem Gelände und unebenen Felsen, daher sind festes Schuhwerk und Vorsicht bei der Fortbewegung empfehlenswert. Es gibt kaum Schatten, und im Sommer kann die Hitze stark sein, weshalb ausreichend Wasser mitzunehmen ratsam ist.
Eine am Fundort entdeckte Steinskulptur zeigt eine Figur mit ausgebreiteten Armen, die wahrscheinlich die punische Göttin Tanit darstellt. Diese Darstellung ist deshalb bemerkenswert, weil Tanit-Figuren auf maltesischen Inseln so gut wie nie gefunden werden.
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