Malediven, Inselstaat im Indischen Ozean.
Die Malediven sind ein Archipel im Indischen Ozean, bestehend aus 26 natürlichen Atollen mit 1190 Koralleninseln, verteilt über 90.000 Quadratkilometer Hoheitsgewässer. Die Inseln bilden zwei parallele Atollketten, die sich etwa 820 Kilometer von Nord nach Süd erstrecken, wobei jedes Atoll eine Lagune mit Korallenriffen, Sandinseln und tiefblauen Kanälen zwischen äußeren Riffformationen aufweist.
Buddhistische und hinduistische Königreiche regierten das Gebiet ab dem 3. Jahrhundert, bis im 12. Jahrhundert unter Sultan Muhammad al-Adil die Islamisierung erfolgte. Das Territorium wurde 1887 britisches Protektorat bei Beibehaltung innerer Autonomie, erlangte im Juli 1965 vollständige Unabhängigkeit und wandelte sich 1968 vom Sultanat zur Republik.
Die Bevölkerung folgt dem sunnitischen Islam als Staatsreligion, was sich in Gebetszeiten, der Einhaltung des Ramadan und lokalen Traditionen widerspiegelt. Fischer, Bootsbauer und Handwerker bewahren jahrhundertealte Techniken zur Herstellung von Kokosfaserseil und lackiertem Holzwerk.
Der internationale Flughafen Velana nahe Malé dient als Hauptankunftspunkt für Besucher, während Wasserflugzeuge, Schnellboote und traditionelle Dhoni-Schiffe die Inseln verbinden, da keine Straßen die verstreuten Gebiete verknüpfen. Die Trockenzeit von November bis April bietet günstige Bedingungen mit reduzierten Monsunniederschlägen, wobei einige Inseln nur für Gäste der dort gelegenen Resorts zugänglich sind.
Die natürlichen Bodenhöhen erreichen maximal 2,4 Meter über dem Meeresspiegel, wodurch dies die flachste Nation der Erde ist. Aufgrund steigender Meeresspiegel plant die Regierung Landerwerb in anderen Ländern als Vorsichtsmaßnahme.
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