Enugu, Staatshauptstadt im Südosten Nigerias
Enugu ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Südosten Nigerias und liegt am Fuß des Udi-Plateaus. Die Stadt erstreckt sich über drei Verwaltungsbezirke und wird von zahlreichen Hügeln durchzogen, die das gesamte Stadtbild prägen.
Die Entdeckung großer Kohlevorkommen 1909 durch Europäer verwandelte diese ländliche Gegend in ein bedeutendes Industriezentrum unter britischer Kolonialherrschaft. Nach der Unabhängigkeit wurde sie 1991 zur Hauptstadt des neu geschaffenen Bundesstaates.
Der Name stammt von Enu Ugwu, was in der Igbo-Sprache oben auf dem Hügel bedeutet und auf die erhöhte Lage der ersten Siedlungen hinweist. Heute sprechen die Einwohner vorwiegend Igbo im Alltag, während Englisch in Schulen und offiziellen Einrichtungen verwendet wird.
Der internationale Flughafen Akanu Ibiam bietet Direktverbindungen zu mehreren nigerianischen Großstädten und vereinzelten Zielen im Ausland. Ein dichtes Straßennetz verbindet die Stadt unter anderem mit Port Harcourt und anderen Orten in der Region.
Die weitläufigen unterirdischen Tunnel der Kohlemine im Iva-Tal gehören zu den ältesten Bergbauanlagen des Landes und zeugen vom Beginn der nigerianischen Kohleindustrie. Einige dieser Gänge sind noch heute zugänglich und werden gelegentlich von Besuchern erkundet.
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