Hadejia-Nguru-Feuchtgebiete, Ramsar-Feuchtgebiet im Bundesstaat Yobe, Nigeria
Die Hadejia-Nguru-Feuchtgebiete sind ein weitläufiges Überschwemmungsgebiet im Nordosten Nigerias, wo der Fluss Hadejia und mehrere kleinere Wasserläufe ein Netz aus Kanälen, flachen Seen und überfluteten Feldern bilden. Das Gebiet ist auch als Ramsar-Stätte anerkannt und zählt zu den ökologisch wichtigsten Feuchtgebieten Westafrikas.
Das Gebiet wurde im Jahr 2000 als Ramsar-Feuchtgebiet anerkannt, nachdem seine Bedeutung für Zugvögel und lokale Wasserversorgung international sichtbar geworden war. Seitdem haben Bewässerungsprojekte flussaufwärts den Wasserfluss stark verringert und die Überschwemmungsflächen erheblich schrumpfen lassen.
Für die Menschen in der Region sind die Feuchtgebiete kein Naturschutzgebiet, sondern ein Arbeitsort: Fischer legen ihre Boote am frühen Morgen ab, während Bauern die saisonal überfluteten Felder bestellen. Diese enge Verbindung zwischen Wasser und Alltag prägt die lokale Lebensweise seit Generationen.
Das Gebiet ist am besten in der Zeit kurz nach der Regenzeit zugänglich, wenn Wasser noch vorhanden ist, die Wege aber befahrbar sind. Ortskundige Führungen sind notwendig, da sich die Kanäle und Durchgänge je nach Jahreszeit und Wasserstand stark verändern.
Die Feuchtgebiete liegen in einer der trockensten Regionen Afrikas und bilden damit einen Kontrast, der für die umliegenden Gemeinden überlebenswichtig ist. Dieser Gegensatz macht das Gebiet zu einem der seltenen Feuchtgebiete, die inmitten einer Sahel-Savannenlandschaft eingebettet sind.
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