Niger Delta mangroves, Mangroven-Ökoregion im Niger-Delta, Nigeria
Die Mangroven des Nigerdeltas bilden eine der größten Mangrovenzonen Afrikas im Süden Nigerias, wo sich Salz- und Süßwasser vermischen und Bäume mit freiliegenden Wurzeln direkt im Wasser wachsen. Das Gebiet besteht aus einem dichten Geflecht von Wasserkanälen, Inseln und Waldstreifen, die sich entlang der Küste des Golfs von Guinea erstrecken.
Diese Küstenwälder haben die Gemeinschaften der Region seit Jahrhunderten ernährt und den Fischern und Sammlern ein verlässliches Umfeld geboten. Im 19. Jahrhundert zogen europäische Handelsniederlassungen an die Küste und leiteten eine Phase der kommerziellen Ausbeutung ein, die das Verhältnis der Menschen zu diesem Gebiet veränderte.
Die Mangrovenwälder sind für die Dorfgemeinschaften entlang der Wasserläufe mehr als nur eine Kulisse: Sie sind der Ort, an dem gefischt, gesammelt und gehandelt wird. Viele Familien kennen die Kanäle so gut wie andere Straßen und orientieren sich an der Vegetation wie an Wegweisern.
Da es keine Wanderwege gibt, führt der einzige Weg durch die Wälder über das Boot, und ein ortskundiger Bootsführer ist unerlässlich. In der Trockenzeit ist der Wasserstand niedriger und die Navigation einfacher, während in der Regenzeit viele Kanäle schwerer zugänglich sind.
Einige der Tierarten, die in diesen Wäldern leben, kommen nirgendwo sonst auf dem Kontinent vor, darunter seltene Primaten und Fischarten, die an das Brackwasser angepasst sind. Die Isolation der Kanäle hat über Jahrtausende hinweg Bedingungen geschaffen, die das Überleben dieser Tiere begünstigt haben.
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