Flevoland, Provinz in den zentralen Niederlanden
Flevoland ist eine Provinz im Zentrum der Niederlande, die drei große Polder umfasst, die dem IJsselmeer abgerungen wurden. Die Landschaft wird von flachen Feldern, schnurgeraden Kanälen und ordentlichen Siedlungen geprägt, die nach einem einheitlichen Raster angelegt wurden.
Die Idee entstand nach der großen Nordseeflut von 1916, als die Niederlande beschlossen, das IJsselmeer teilweise trockenzulegen. Zwischen den frühen 1940er und späten 1960er Jahren entstanden drei Polder, die 1986 zur jüngsten niederländischen Provinz wurden.
Die Ortsnamen folgen oft der niederländischen Tradition der Planung und wurden vom Reichsdienst für IJsselmeerpoldereinrichtung festgelegt, wobei viele Siedlungen nach historischen Persönlichkeiten oder alten Küstenorten benannt wurden. Bauernhöfe und Felder erstrecken sich in geraden Linien entlang breiter Straßen, die das methodische Design der Landgewinnung widerspiegeln.
Züge fahren regelmäßig von Almere und Lelystad nach Amsterdam und anderen großen Städten, und die Autobahnen verlaufen quer durch die flache Landschaft. Das Gelände eignet sich gut zum Radfahren, und viele Routen führen durch offene Felder und entlang der Deiche.
Das gesamte Gebiet lag bis Mitte des 20. Jahrhunderts unter Wasser und ist damit das größte künstlich geschaffene Landgebiet der Welt. Besucher können die Deiche und Pumpstationen besichtigen, die das trockene Land noch heute schützen.
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