Hulst, Mittelalterliche Festungsstadt in Zeeuws-Vlaanderen, Niederlande.
Hulst ist eine ummauerte Stadt in der Provinz Zeeland, nahe der belgischen Grenze, und bildet zugleich eine Gemeinde, zu der rund fünfzehn weitere Ortschaften gehören. Das historische Zentrum ist von gut erhaltenen Wällen und Bastionen umgeben, die man zu Fuß umrunden kann.
Hulst entstand im Mittelalter als Grenzfestung zwischen den Grafschaften Holland und Flandern und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Im Jahr 1645 nahmen niederländische Truppen die Stadt ein und befestigten sie nach dem Vauban-Muster zu einer bastionären Anlage aus.
Die Bronzestatue von Reineke Fuchs, die nahe dem Gentor aufgestellt ist, erinnert an eine mittelalterliche Erzähltradition, die in ganz Europa bekannt ist. Die Figur gilt als Wahrzeichen der Stadt und taucht auf Schildern, in Schaufenstern und im Stadtbild immer wieder auf.
Das historische Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei ein Rundgang entlang der Wälle einen guten Überblick über die Anlage gibt. Wer die umliegenden Dörfer der Gemeinde besuchen möchte, benötigt ein eigenes Fahrzeug, da die öffentliche Verbindung begrenzt ist.
Außerhalb des Zentrums liegt das Verdronken Land van Saeftinghe, ein weitläufiges Salzmarschgebiet, das durch Sturmfluten im 16. Jahrhundert entstand und seitdem unter dem Einfluss der Gezeiten blieb. Es ist eines der größten Brackwasser-Gezeitengebiete Westeuropas und kann nur mit einer Führung betreten werden.
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