Leiden, Verwaltungsbezirk in Südholland, Niederlande
Leiden ist eine Gemeinde in Südholland mit mehreren Wasserläufen, Backsteinbauten aus verschiedenen Jahrhunderten und kleinen Parks, die zwischen den Stadtteilen verteilt liegen. Die Innenstadt zeigt enge Gassen, Brücken über Grachten und Plätze mit Cafés, während Wohnviertel sich in alle Richtungen erstrecken und an andere Orte in der Region grenzen.
Nach der Belagerung durch spanische Truppen im Jahr 1574 gründete Wilhelm von Oranien hier die erste Universität der nördlichen Niederlande als Anerkennung für den Widerstand der Einwohner. Die Hochschule zog Gelehrte und Drucker an, was den Ort zu einem Zentrum der Wissenschaft und des Buchdrucks in Europa machte.
Die Stadt trägt den Namen einer keltischen Flussgottheit und Besucher bemerken heute noch die Hofjes, kleine Innenhöfe mit Häusern um einen gemeinsamen Garten, die früher alleinstehenden Frauen und älteren Menschen Wohnraum boten. Diese ruhigen Anlagen liegen versteckt hinter Straßenfassaden und laden zum kurzen Verweilen ein, wenn die Tore geöffnet sind.
Die Hauptbahnhofshalle bietet Verbindungen in mehrere Richtungen, darunter nach Amsterdam, Den Haag und Rotterdam, mit häufigen Zügen während der Stoßzeiten. Im Zentrum lässt sich fast alles zu Fuß erreichen, während Fahrräder an vielen Stellen gemietet werden können und auf eigenen Wegen durch die ganze Gemeinde führen.
Ein Pulverturm explodierte im Jahr 1807 und zerstörte mehr als 200 Häuser in der Umgebung, was eine große Lücke im Stadtgefüge hinterließ. Dieser Raum wurde später in einen öffentlichen Park umgewandelt, der heute zwischen Wohnstraßen liegt und als grüne Ruhezone dient.
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