Internationaler Strafgerichtshof, Zwischenstaatliches Gericht in Den Haag, Niederlande
Der Internationale Strafgerichtshof ist eine Institution in Den Haag, die Fälle von Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit behandelt und unabhängig von den Vereinten Nationen arbeitet. Das Gebäude beherbergt Gerichtssäle, Verwaltungsräume und Einrichtungen für Zeugen, die alle für langwierige internationale Strafprozesse ausgestattet sind.
Das Gericht nahm im Juli 2002 seine Arbeit auf, nachdem das Römische Statut in Kraft trat und damit zum ersten Mal ein dauerhaftes internationales Strafgericht geschaffen wurde. Die Vertragsstaaten verhandelten jahrelang über die Befugnisse und Grenzen dieser neuen Institution, bevor sie ihre ersten Ermittlungen begann.
Besucher aus vielen Ländern nehmen an öffentlichen Anhörungen teil, um zu sehen, wie internationale Strafprozesse ablaufen. Die Gerichtssäle sind so gestaltet, dass Zeugen, Angeklagte und Anwälte in einem transparenten Verfahren miteinander sprechen können, das auf der Idee beruht, dass Gerechtigkeit sichtbar sein muss.
Besucher können an öffentlichen Anhörungen in der Nähe des Friedenspalastes teilnehmen, nachdem sie sich angemeldet und Sicherheitskontrollen durchlaufen haben. Die Plätze in den Zuschauerräumen sind begrenzt, daher lohnt es sich, im Voraus zu prüfen, wann Verhandlungen stattfinden und ob sie für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Das Gericht greift nur ein, wenn nationale Gerichte nicht in der Lage oder nicht willens sind, schwere internationale Verbrechen zu verfolgen. Diese ergänzende Zuständigkeit bedeutet, dass der Gerichtshof ein letztes Mittel bleibt und nicht automatisch jede Anklage übernimmt, die ihm vorgelegt wird.
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