Middelburg, Hauptstadt in Zeeland, Niederlande.
Die Stadt liegt auf der Insel Walcheren und erstreckt sich um ein Netz von Grachten, an denen sich Kaufmannshäuser, Lagerhallen und Herrenhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten aneinanderreihen. Mehr als 1100 denkmalgeschützte Bauwerke prägen das Bild der Altstadt mit ihren schmalen Gassen und kleinen Plätzen.
Der Ort erhielt im 12. Jahrhundert Stadtrechte und entwickelte sich im 17. Jahrhundert zum zweitgrößten Standort der Vereinigten Ostindischen Kompanie nach Amsterdam. Die Kontrolle über Handelsrouten nach Asien brachte der Stadt großen Wohlstand, der noch heute an den prächtigen Fassaden zu erkennen ist.
Die Abteikirche zeigt in ihren oberen Stockwerken eine Sammlung von Wandteppichen aus dem 16. Jahrhundert, die niederländische Seeschlachten gegen spanische Flotten darstellen. Besucher können auch die traditionellen Trachten betrachten, die früher von den Bewohnern der Provinz Zeeland im Alltag getragen wurden.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten nahe beieinander liegen und die Gassen für Autos gesperrt sind. An den wichtigsten Orten befinden sich Informationstafeln mit QR-Codes, die zusätzliche Erklärungen auf dem eigenen Smartphone ermöglichen.
Im Stadtteil Kuiperspoort liegen noch die originalen Pflastersteine aus dem Mittelalter, und viele Türstürze tragen eingemeißelte Hausnamen statt Nummern. Diese Namen gehen auf die Zeit zurück, als die Bewohner ihre Häuser durch Zeichen oder Beschreibungen identifizierten.
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