Kernkraftwerk Dodewaard, 1997 stillgelegtes Kernkraftwerk in der niederländischen Provinz Gelderland
Die Kerncentrale Dodewaard ist eine stillgelegte Anlage in Neder-Betuwe, die sich neben der Waal befindet. Das Kraftwerk nutzte einen Siedewasserreaktor und produzierte etwa 58 Megawatt Strom, wobei die Gebäude auf einer erhöhten Plattform 13,2 Meter über Normalamplitude standen, um vor Hochwasser geschützt zu sein.
Die Anlage wurde 1965 erbaut und nahm am 26. März 1969 mit Unterstützung von Königin Juliana den Betrieb auf, was sie zur ersten Kernenergie-Erzeugungsanlage der Niederlande machte. Nach fast 30 Jahren Betrieb wurde sie 1997 stillgelegt, geprägt durch verändernde Sicherheitsbedenken nach dem Reaktorunfall von Harrisburg 1979 und Tschernobyl 1986.
Die Kerncentrale Dodewaard war für Jahrzehnte ein Wahrzeichen der lokalen Industrie und ein Symbol für Technologieoptimismus in den Niederlanden. Die Anlage prägte das Landschaftsbild und war für viele Menschen vor Ort ein wichtiger Arbeitgeber, wodurch sie tiefe Wurzeln in der Gemeinschaft schlug.
Der Standort befindet sich an der Waalbandijk-Straße in Dodewaard mit der Postleitzahl 6669 MG und wird von Sicherheitspersonal überwacht. Besucher sollten beachten, dass die Anlage für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und Warnschilder zum Schutz und zur Sicherheit vorhanden sind.
Das Gelände wurde bewusst auf einer Anhöhe 13,2 Meter über dem normalen Wasserpegel erbaut, da es direkt neben der Waal liegt und Hochwasserschutz benötigte. Ein ehemals dort vorhandener Hafen ermöglichte es, Kühlwasser zu transportieren und war Teil eines raffiniert durchdachten Logistiksystems.
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