Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, Internationales Gericht in Den Haag, Niederlande.
Das Internationale Strafgericht für das ehemalige Jugoslawien war ein Ad-hoc-Gericht in Den Haag und umfasste Gerichtssäle, Büros und Hafteinrichtungen. Die Anlage bestand aus mehreren Gebäuden, in denen Richter, Ankläger, Anwälte und Verwaltungspersonal arbeiteten.
Die Vereinten Nationen gründeten dieses Gericht 1993 als Reaktion auf Kriegsverbrechen im Balkankrieg und führten mehr als 160 Strafverfahren durch. Der Gerichtshof schloss seine Arbeit 2017, nachdem alle Fälle abgeschlossen oder an Nachfolgegremien übergeben wurden.
Der Gerichtshof verwendete drei Amtssprachen und ermöglichte Zeugen, in ihrer eigenen Sprache auszusagen, wobei Dolmetscher die Aussagen in Echtzeit übersetzten. Die Verhandlungen verliefen öffentlich, sodass Journalisten und Besucher die Rechtsverfahren mitverfolgen konnten.
Die öffentlichen Tribünen boten Besuchern Zugang zu laufenden Verhandlungen, solange das Gericht aktiv war. Heute können Archivbesucher Aufzeichnungen und Dokumente über spezielle Einrichtungen für Recherche und Lehre einsehen.
Dieses Gericht führte erstmals Live-Übertragungen von Kriegsverbrecherprozessen ein, die über Satellit in die Balkanregion übertragen wurden. Die Technologie ermöglichte es Menschen in den betroffenen Ländern, die Verfahren direkt zu verfolgen und zu verstehen.
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