Chocoladefabriek Pette-Boon, Industrieller Architekturkomplex in Wormerveer, Niederlande
Die Chocoladefabriek Pette-Boon ist ein Industriekomplex in Zaanstad mit einem markanten Kakaoturm und einer Produktionshalle aus Stahlbeton, die frühindustrielle Architektur repräsentiert. Das Ensemble besteht aus mehreren verbundenen Gebäuden, die heute verschiedene Funktionen erfüllen.
Die Schokoladenfabrik wurde 1872 gegründet und erlebte ihre Blütezeit in den 1930er Jahren, bevor sie 1937 von der Familie Boon übernommen wurde. Diese Übergabe markierte einen Wendepunkt in der Betriebsgeschichte und prägte die Identität des Ortes für die kommenden Jahrzehnte.
Die Gebäude stammen aus der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre und zeigen experimentelle Konstruktionsmethoden, die damals bahnbrechend waren. Diese architektonischen Besonderheiten prägen bis heute das Erscheinungsbild des Ortes und ziehen Interessierte an, die sich für Baukunst jener Epoche begeistern.
Der restaurierte Komplex beherbergt heute Wohneinheiten, Einzelhandelsflächen, eine öffentliche Bibliothek und Büroräume, die für Besucher zugänglich sind. Die Anlagen sind über die lokalen Wege erreichbar und bieten ausreichend Platz zum Erkunden der Fassaden und Außenbereiche.
Bei der Restaurierung im Jahr 2003 wurde die alte Produktionshalle in der Mitte geteilt, um Spannungen durch natürliche Temperaturschwankungen zu vermeiden. Diese ungewöhnliche Lösung zeigt, wie Ingenieure historische Strukturen auf innovative Weise erhalten konnten.
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