Paradiso, Konzerthalle in Amsterdam, Niederlande
Paradiso ist ein Konzertsaal in einem neoromanischen Kirchengebau am Weteringschans in Amsterdam. Die beiden Balkone folgen der Rundung des Hauptraums und rahmen die Bühne ein, während das hohe Gewölbe den Klang trägt.
Das Gebäude entstand 1879–1880 nach Plänen von Gerlof Salm als Gotteshaus und erhielt am 30. März 1968 seine neue Bestimmung. Damals wurde der Raum zur Spielstätte umgebaut, wobei Teile der ursprünglichen Innenausstattung erhalten blieben.
Der Name stammt vom lateinischen Wort für Himmel und spielte bei der Umwidmung des Raums eine bewusste Rolle. Besucher betreten durch den ehemaligen Kircheneingang und erleben Auftritte unter Buntglasfenstern, die dem Saal seine besondere Atmosphäre geben.
Die Haupthalle fasst 1500 Personen und bietet Plätze im Parkett sowie auf zwei umlaufenden Emporen. Ein kleinerer Oberraum und ein Kellerbereich ergänzen das Programm mit Auftritten für weniger Publikum.
Die originalen Buntglasfenster blieben auch nach der Umnutzung erhalten und werfen bei Tageslicht farbige Muster in den Raum. Das technische Licht- und Tonsystem wurde erst später in den alten Bauteilen integriert, ohne die Architektur zu verdecken.
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