Oud Herlaer, Mittelalterliche Burgruine bei Vught, Niederlande
Oud Herlaer sind die Überreste einer mittelalterlichen Burg an den Ufern der Dommel bei Vught. Teile der alten Struktur wurden in ein heutiges Bauernhof-Gebäude eingebaut und zeigen noch immer die Spuren des ursprünglichen Hügel-und-Motten-Designs mit Wassergräben.
Die Anlage wurde um 1050 errichtet und war zunächst im Besitz der Familie Van Herlaer bis 1315. Danach wechselte das Eigentum mehrfach die Hände, zuletzt zu den Van Horne und Rotselaer Familien, bevor es 1524 endgültig seinen Status änderte.
Der Ort zeigt, wie Bewohner mittelalterliche Verteidigungsanlagen in die Landschaft integrierten und nutzten. Die Mauerreste vermischen sich mit der modernen Bewirtschaftung des Grundstücks und erzählen von der praktischen Bedeutung solcher Plätze im Alltag der Region.
Der Standort wird seit 2015 von Groen Ontwikkelfonds Brabant verwaltet und dient sowohl ökologischen als auch historischen Zielen. Besucher sollten beachten, dass der Zutritt reglementiert ist und der Ort noch immer eine funktionierende Ziegenfarm beherbergt.
Die Position an der Dommel war strategisch wertvoll, da sie nord-südliche Güterbewegungen erleichterte und gleichzeitig Ost-West-Reisen durch natürliche Hindernisse blockierte. Diese Kontrolle über Handelsrouten machte den Ort für Machthaber über Jahrhunderte hinweg unersetzlich.
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