Bergpolderflat, Wohngebäude mit Stahlskelett in Rotterdam, Niederlande
Das Bergpolderflat ist ein Stahlrahmen-Wohngebäude in Rotterdam mit neun Geschossen und 72 Apartments. Das Gebäude besticht durch große Fensterflächen und eine klare Struktur, bei der der Stahltragrahmen als leicht sichtbares Konstruktionsprinzip dominiert.
Das Gebäude entstand zwischen 1933 und 1934 nach einem Entwurf des Architekten Willem van Tijen und war eine experimentelle Antwort auf die Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum für Arbeiter zu schaffen. Van Tijen nutzte hier moderne Materialien und Bauweisen, um mehr Menschen auf kleinerem Raum unterzubringen.
Das Gebäude verkörpert die Ideale der Neuen Sachlichkeit, indem es Wohnraum für normale Menschen mit strengem Design und sparsamer Materialnutzung verbindet. Der Bau zeigt, wie Architekten damals versuchten, schön und praktisch gleichzeitig zu bauen.
Die Wohnungen sind über 1,30 Meter breite Galerien zu erreichen, die mit einer zentralen Treppe verbunden sind; ein Aufzug bedient alle neun Ebenen. Der Zugang ist daher klar organisiert und für Besucher leicht zu verstehen, da die Struktur des Gebäudes sehr regelmäßig aufgebaut ist.
Das Bergpolderflat war das erste Hochhaus in den Niederlanden, das Zugangsloggen nutzte, um Wohnungen von einem zentralen Flur aus zu erschließen. Diese Anordnung war damals völlig neu und wurde später ein Standard für modernes Wohnen in dicht bebauten Gebieten.
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