Strubben-Kniphorstbos, Archäologisches Naturschutzgebiet und ehemaliges Militärübungsgelände in Drenthe, Niederlande
Das Strubben-Kniphorstbos ist eine etwa 380 Hektar große Naturschutzfläche zwischen den Dörfern Anloo und Schipborg in der Provinz Drenthe. Das Gelände wird von Wäldern, Heidelandflächen und dem namensgebenden krüppeligen Eichenwuchs geprägt, der sich zwischen den vorhandenen archäologischen Stätten erstreckt.
Das Gelände wurde 1938 als Militärübungsplatz eingerichtet und diente in dieser Funktion etwa 70 Jahre lang. Nach dem Ende der militärischen Nutzung im Jahr 2006 erhielt die Fläche den Status eines archäologischen Nationaldenkmals.
Die beiden Hünengräber D7 und D8 prägen das Landschaftsbild und erinnern an die frühen Bewohner dieser Gegend. Zusammen mit rund 60 Grabhügeln erzählen diese Monumente von einer Kultur, die vor Tausenden von Jahren hier lebte und ihre Toten an diesem Ort beisetzte.
Der Zugang zur Fläche erfolgt häufig vom Gasthaus De Rustende Jager in Eext aus, das kostenlose Parkplätze anbietet. Von dort aus können Besucher auf Wander- und Radwegen das Gelände erkunden, das sich über mehrere Dörfer erstreckt.
Der Name des Ortes stammt vom verkrüppelten Eichenwuchs, den Einheimische als strubben bezeichnen, und vom früheren Landbesitzer Gerrit Kniphorst. Diese doppelte Namensbasis macht das Reservat zu einem ungewöhnlichen Beispiel dafür, wie Natur und persönliche Geschichte gemeinsam einen Ortsnamen prägen.
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