Hertogswetering, Historischer Bach in Nord-Brabant, Niederlande
Die Hertogswetering ist ein künstlich angelegter Entwässerungsbach, der sich von der Raam bei Grave bis zur Polderpumpstation Gewande erstreckt. Das System verbindet sich mit mehreren kleineren Wasserläufen und umfasst auch Schleusenbauwerke, die den Wasserstand regulieren.
Der Bach wurde Anfang des 14. Jahrhunderts gegraben, um sumpfige Gebiete für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Die Arbeiten folgten dabei dem Verlauf eines ausgetrockneten alten Maas-Flussbettes.
Der Name "Hertogswetering" verweist auf seine Bedeutung für die Entwässerung von Herrenland im Mittelalter. Heute sehen Besucher entlang des Bachs verschiedene historische Wasserbauten, die zeigen, wie die Menschen die Natur über Jahrhunderte hinweg nutzten.
Der Bach ist überwiegend von der Straße aus oder über Feldwege erreichbar, die das Wasser begleiten. In trockenen Monaten kann der Wasserspiegel deutlich sinken, daher ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch in der feuchteren Jahreszeit.
An einer Stelle unterquert das Wasser mittels eines speziellen Siphonsystems einen anderen Kanal, eine Technik aus dem 20. Jahrhundert, die Überflutungen verhindert. Diese unterirdische Passage zeigt, wie Ingenieure kreative Lösungen fanden, um konkurrierende Wasserwege zu verbinden.
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