Engbertsdijksvenen, Geschütztes Feuchtgebiet in Overijssel, Niederlande
Engbertsdijksvenen ist ein Schutzgebiet in der niederländischen Provinz Overijssel, das eines der größten Hochmoore des Landes umfasst, ergänzt durch Heideflächen, Birkenwald und ein Netz aus Entwässerungsgräben. Das Gebiet ist Teil von Natura 2000 und gleichzeitig als Ramsar-Feuchtgebiet international anerkannt.
Das Gebiet wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert intensiv für den Torfabbau genutzt, was die Landschaft nachhaltig veränderte. Nach dem Ende des Abbaus begann die schrittweise Renaturierung, und 1989 erhielt das Gebiet seinen Status als international bedeutsames Feuchtgebiet.
Der Name des Gebiets bezieht sich auf die alten Entwässerungsgräben, die einst durch den Torf gegraben wurden. Wer heute durch das Gebiet geht, kann noch Reste dieser Gräben erkennen, die von früheren menschlichen Eingriffen in die Landschaft zeugen.
Das Gebiet verfügt über mehrere markierte Wanderwege und Aussichtsplattformen, von denen aus man das Hochmoor gut überblicken kann. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, da Teile der Wege je nach Jahreszeit feucht oder schlammig sein können.
Im Moor brüten Kraniche, was in den Niederlanden noch vor einigen Jahrzehnten so gut wie nicht vorkam. Die Rückkehr dieser Vögel gilt als Zeichen dafür, dass sich das Moor nach den Jahren des Torfabbaus erholt.
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