Hertogin Hedwigepolder, Polder in Zeeland, Niederlande
Hertogin Hedwigepolder ist ein Polder im östlichen Teil von Seeland-Flandern, der sich über etwa 3 Quadratkilometer gewonnenes Land erstreckt. Das Gebiet grenzt an die Prosperpolder und bildet eine geprägte Agrarlandschaft mit klaren Wassergräben und regelmäßigen Feldern.
Das Gebiet wurde bereits vor dem Achtzigjährigen Krieg eingedeicht, wurde dann 1584 von niederländischen Soldaten absichtlich geflutet und 1907 als letztes erobertes Seegebiet der Region zurückgewonnen. Diese lange Abfolge von Wasseroffensiven und Wiederherstellung prägte die Landschaft über Jahrhunderte.
Die Straßennamen im Polder ehren Herzog Engelbert IX. von Arenberg und Herzogin Hedwige de Ligne sowie ihre drei Kinder. Diese Namen prägen das Erscheinungsbild und erinnern an die fürstliche Geschichte der Region.
Das Gebiet ist flach und durch gerade Straßen gut zu durchqueren, ideal zum Wandern oder Radfahren bei trockenem Wetter. Die offene Landschaft bietet wenig Schutz vor Wind und Wetter, daher sollte man auf Bedingungen vorbereitet sein.
Im Jahr 2022 begann die niederländische Regierung damit, den Polder bewusst wieder zu überfluten und das Gebiet in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuverwandeln. Diese Rückumwandlung ist ein modernes Beispiel für die Rückgabe von Land an die Natur in Europa.
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