Kruithuis, Militärlager in Delft, Niederlande
Das Kruithuis ist ein historischer Gebäudekomplex am westlichen Ufer der Schie in Delft, der aus einem schlanken Torturm, einem Hauptlagergebäude und mehreren Nebengebäuden mit Treppengiebeln besteht. Der gesamte Komplex ist von einem breiten Wasserbecken umgeben, das sowohl den Land- als auch den Wasserzugang regelt.
Der Komplex wurde 1660 nach einem Entwurf des Architekten Pieter Post errichtet und diente als Munitionslager für die niederländischen Streitkräfte. Er gehört heute zu den wenigen noch erhaltenen Militärbauten dieser Art aus dem 17. Jahrhundert in den Niederlanden.
Das Kruithuis ist heute ein geschütztes Denkmal, das von außen besichtigt werden kann und die typischen Merkmale der niederländischen Backsteinarchitektur des 17. Jahrhunderts zeigt. Die sorgfältig gearbeiteten Giebel und der schlanke Torturm machen den Bau auch für Besucher ohne Vorkenntnisse gut lesbar.
Das Kruithuis liegt direkt am Flussufer der Schie und ist sowohl vom Wasser als auch vom Land aus gut zu erreichen. Da es sich um ein geschütztes Denkmal handelt, empfiehlt es sich, vor dem Besuch zu prüfen, ob der Zutritt zum Gelände möglich ist.
Obwohl das Gebäude als Munitionslager diente, entwarf Pieter Post die Fassade mit denselben architektonischen Mitteln, die er auch für repräsentative Zivilbauten verwendete. Das macht das Kruithuis zu einem ungewöhnlichen Beispiel, bei dem militärische Funktion und formale Gestaltungsqualität zusammentreffen.
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