Seyß-Inquart's bunker, Kommandebunker im Clingendael Park, Niederlande
Der Bunker im Clingendael-Park ist ein getarnter Betonbau mit vier Meter dicken Wänden, die mit Ziegeln und Dachziegeln verkleidet sind, um wie ein traditionelles Bauernhaus auszusehen. Das Gebäude wurde so konstruiert, dass es sich völlig in die Parklandschaft einfügt und von außen nicht als Militärbau erkennbar ist.
Der Bunker wurde 1943 als Kommandozentrale für Arthur Seyss-Inquart errichtet, den Reichskommissar der von Deutschland besetzten Niederlande während des Zweiten Weltkriegs. Die Struktur spiegelt die militärische Organisation der Besatzungsverwaltung wider.
Die Anlage erhielt 2015 den Rijksmonument-Status, der ihre Bedeutung für die Bewahrung der Erinnerung an die deutsche Besatzungszeit kennzeichnet.
Der Bunker befindet sich im Clingendael-Park und ist über den Eingang Rijksstraatweg zugänglich. Besucher sollten beachten, dass das Gelände großzügig ist und der Bunker nicht unmittelbar am Eingang sichtbar ist.
Das Bauwerk hat Schornsteine, die von außen normal aussehen, aber tatsächlich verborgene Plattformen für Flugabwehrkanonen waren, auf die man durch den Dachboden zugreifen konnte. Diese doppelte Funktion als normale Hausmerkmale und Waffenplattformen zeigt die ausgefeilte Tarnung des gesamten Komplexes.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.