Huguetan House, Privatresidenz am Lange Voorhout, Niederlande.
Das Haus Huguetan ist ein Herrenhaus im Louis-XIV-Stil an der Lange Voorhout in Den Haag mit aufwendiger Stuckarbeit im Treppenhaus. Italienische Künstler wie Carlo Castoldi schufen dekorative Szenen, die Frieden und die Sinne darstellen.
Das Haus wurde 1734 für Adriana Margaretha Huguetan erbaut, die Tochter eines Bankiers. Es diente später als vorübergehende Residenz für König Wilhelm I. im Jahr 1813.
Das Haus trägt die Handschrift von Daniel Marot, einem Architekten, der am Hof Ludwigs XIV. arbeitete und französische Designprinzipien in die Niederlande brachte. Sein Einfluss zeigt sich in der eleganten Gestaltung der Räume und der raffinierten Ausstattung.
Das Haus ist derzeit als temporäre Unterkunft für die Erste Kammer der Generalstaaten während der Renovierung des Binnenhof-Komplexes in Gebrauch. Besucher sollten beachten, dass der Zugang eingeschränkt sein kann, da es als aktiver Arbeitsort dient.
Zwischen 1819 und 1982 beherbergte das Haus die Königliche Bibliothekssammlung und war damit über 160 Jahre lang ein Aufbewahrungsort für die wichtigsten literarischen Schätze des Landes. Diese Phase als Nationalbibliothek prägte die Geschichte des Hauses ebenso wie seine ursprüngliche Bestimmung als private Residenz.
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