Villa Betty, Denkmalgeschützte Villa aus dem 19. Jahrhundert in Oud-West, Amsterdam, Niederlande.
Villa Betty ist ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert auf einem großen Grundstück in Amsterdam-Oud West mit Tennisplatz, Teich und einem Kutschenhaus hinter zwei grünen Eingangstoren. Das Anwesen erstreckt sich über ein großes Areal und bleibt vom öffentlichen Blick verborgen, etwa 100 Meter von der Overtoomstraße entfernt.
Das Haus wurde 1878 für den Tabakhändler Petrus Smithuysen erbaut und später von Eduard Lehmann erworben, der es nach seiner Ehefrau Clara Betty von Hunteln benannte. Der Name Villa Betty stammt also von dieser Umbennung durch den neuen Besitzer des Anwesens.
Das Haus zeigt im Innern verschiedene Stilrichtungen, die von mehreren Architekten gestaltet wurden: niederländische, arabische, chinesische, englische und französische Louis-XVI-Räume. Jeder Raum erzählt durch seine Einrichtung von unterschiedlichen künstlerischen Einflüssen und Geschmacksrichtungen.
Der Zugang ist schwierig, da sich das Anwesen hinter den Eingangstoren befindet und nicht leicht von der Straße erkennbar ist. Besucher sollten die genaue Lage an der Overtoomstraße kennen, da die Lage zurückgesetzt und diskret ist.
Während des Zweiten Weltkriegs half ein Bewohner, Cornelius Ariëns Kappers, etwa 200 jüdischen Menschen durch gefälschte Erklärungen, die innerhalb des Hauses hergestellt wurden, zu retten. Diese mutige Tat machte das Haus zu einem stillen Ort des Widerstands und der humanitären Hilfe während der Besatzung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.