Ommerschans Dirk, Bronzezeitliches Zeremonialschwert im Rijksmuseum van Oudheden, Niederlande
Die Ommerschans Dirk ist ein bronzezeitliches Ritualschwert, das 68,3 Zentimeter lang und etwa 2,8 Kilogramm schwer ist und eine unangeschärfte Klinge ohne Montagelöcher aufweist. Im Rijksmuseum van Oudheden wird es neben anderen bronzezeitlichen Objekten wie Kanus, Fischreusen, Goldhalsketten und Äxten präsentiert.
Das Schwert wurde 1896 in der Nähe von Ommerschans in Overijssel gefunden und blieb jahrzehntelang in Privatbesitz, bis das Museum es 2017 erwarb. Dieses Fundstück stammt aus der Zeit zwischen 1500 und 1350 vor Christus.
Das Schwert gehört zu einer Gruppe von sechs großen Zeremonialschwertern, die in Westeuropa gefunden wurden und zeigen, dass Handwerker damals metallische Objekte mit hohem Geschick herstellten. Diese Waffen waren zu schwer und zu zerbrechlich zum Kämpfen und dienten vermutlich bei feierlichen oder religiösen Anlässen.
Das Schwert wird in den klimatisierten Sammlungsräumen des Museums aufbewahrt, wo die Konservierung durch stabile Bedingungen optimiert wird. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein empfindliches Objekt handelt und aus einer gewissen Distanz betrachtet werden muss.
Das Schwert wurde auf einer Plattform aus Birkenpfählen unter Torfboden gefunden, begleitet von kleinen Bronzewerkzeugen und Schleifsteinen. Diese Lagerungsbedingungen ermöglichten eine außergewöhnlich gute Erhaltung des Objekts über Jahrtausende hinweg.
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