Preikestolen, Granitfelsen am Lysefjord, Norwegen.
Preikestolen ist eine Felsklippe aus Granit, die 604 Meter über dem Lysefjord in Norwegen aufragt. Am höchsten Punkt liegt ein flaches Plateau, auf dem man stehen und hinunterschauen kann, während die Felswände ringsum senkrecht abfallen und das Wasser tief unten glitzert.
Der Felsen hieß früher Hyvlatonnå und erhielt um 1900 seinen heutigen Namen, als der Wanderverein aus Stavanger begann, Ausflüge hierher zu organisieren. Die Gletscher der letzten Eiszeit haben die Felskante geformt und dabei Risse und Spalten hinterlassen, die bis heute sichtbar sind.
Der Name bedeutet Kanzel oder Predigtstuhl und bezieht sich auf die flache Oberfläche, die wie eine erhöhte Plattform aussieht. Viele Reisende machen hier Hochzeitsanträge oder lassen sich fotografieren, weil die Aussicht über das Wasser so offen und eindrucksvoll wirkt.
Der Rundweg beginnt bei der Berghütte Preikestolen Fjellstue und führt über etwa acht Kilometer mit rund 500 Metern Höhenunterschied zur Aussichtsplattform und zurück. Man sollte gute Schuhe tragen und mehrere Stunden einplanen, da der Pfad manchmal steinig ist und bei Regen rutschig werden kann.
Breite Risse ziehen sich durch den Granit und lassen vermuten, dass der Felsen eines Tages abbrechen könnte, doch Geologen sagen, dass die Struktur seit zehntausend Jahren stabil bleibt. Sherpas aus Nepal haben 2013 beim Ausbau des Weges geholfen und dabei Techniken angewendet, die sie aus dem Himalaya kennen.
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