Svea, Kohlebergbausiedlung auf Spitzbergen, Norwegen.
Sveagruva ist eine verlassene Siedlung in Spitzbergen, die um Kohleabbau entstand. Die Anlage besteht aus robusten, einfachen Gebäuden, die gegen raue arktische Bedingungen gebaut wurden, mit Bergbauanlagen, Wohnquartieren und einer kleinen Infrastruktur, die sich über das Tal von Van Mijenfjord verteilt.
Schwedische Unternehmen gründeten die Siedlung 1917 und begannen mit dem Kohleabbau, bis eine norwegische Firma 1934 übernahm. Das Schicksal war turbulent: ein deutscher Angriff 1944, lange Schließungen, ein großer Bergbrand 2005 und schließlich die endgültige Einstellung des Betriebs 2017, worauf die Anlage bis 2019 räumungsweit abgebaut wurde.
Der Name Sveagruva stammt von schwedischen Bergarbeitern und bedeutet "Sveags Grube". Die Siedlung war nie ein vollständiger Wohnort, sondern ein Arbeitsplatz, an dem Schichtarbeiter aus Longyearbyen kamen und gingen.
Die Siedlung war nur per Flugzeug erreichbar und hatte einen kleinen Flughafen für tägliche Verbindungen zu Longyearbyen. Kohle wurde von einem nahegelegenen Hafen fünf Kilometer entfernt verschifft, da es keine Straßenverbindungen zu anderen Siedlungen gab.
Ein besonderes Merkmal war die Svea Nord-Mine, die 2001 öffnete mit ungewöhnlich dicken Kohleflözen von bis zu 6 Metern. Eine speziell gebaute Straße über einen Gletscher ermöglichte den Zugang zu diesem unterirdischen Bereich, der eine der größten unterirdischen Kohlenminen Europas war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.