Oscarsborg, Küstenfestung in Oslofjord, Norwegen
Oscarsborg ist eine Küstenfestung, die sich über zwei kleine Inseln erstreckt: Nordre Kaholmen und Søndre Kaholmen, mit zusätzlichen Artilleriebatterien auf der Insel Håøya und auf dem Festland. Die Anlage besteht aus Untergrundtunneln, Geschützstellungen und verschiedenen Gebäuden, die die Verteidigungsfähigkeiten des Ortes zeigen.
Die Festung wurde im 19. Jahrhundert als Verteidigungsanlage gegen Seeangriffe erbaut und spielte 1940 eine entscheidende Rolle beim Versuch, die deutsche Invasion zu verlangsamen. Der Angriff auf das deutsche Kriegsschiff Blücher markierte einen Wendepunkt in den ersten Stunden des norwegischen Widerstands.
Das Museum zeigt Ausstellungen zur Militärgeschichte, während auf dem Gelände während der Sommermonate Theater-, Opern- und Konzertaufführungen stattfinden. Besucher erleben hier eine Mischung aus Geschichte und zeitgenössischer Kultur an einem historischen Ort.
Das Gelände ist mit der Fähre von Drøbak oder Oslo erreichbar, wobei geführte Touren durch das Tunnelsystem angeboten werden. Besucher sollten sich auf unebenes Gelände und enge Passagen vorbereiten, besonders beim Erkunden der unterirdischen Bereiche.
Ein geheimes Torpedosystem mit Unterwasserstartervorrichtung war während des Zweiten Weltkriegs der deutschen Aufklärung verborgen geblieben. Diese Technologie ermöglichte es der Festung, Schiffe zu bekämpfen, ohne ihre Positionen preiszugeben.
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