Gokstadhaugen, Wikingergrabstätte in Sandefjord, Norwegen
Der Gokstad-Grabhügel ist ein wikingerzeitliches Grabmonument bei Sandefjord mit einem Durchmesser von etwa 50 Metern und einer Höhe von etwa 5 Metern. Der Hügel besteht aus Rasenstücken und blauem Tonboden und verdeckt eine Schiffskammer, in der ein wohlhabender Wikingerkrieger mit zahlreichen Beigaben bestattet wurde.
Der Grabhügel entstand in der frühen Wikingerzeit und wurde später, um 890 n. Chr., als Bestattungsplatz für einen hochrangigen Wikingerführer genutzt. Die archäologische Ausgrabung von 1880 legte das gut erhaltene Schiff und tausende Gegenstände frei, die unser Verständnis des wikingischen Lebens prägen.
Der Grabhügel war ein Ort, wo die Bestattungspraktiken der Wikinger sichtbar werden, denn die Grabbeigaben zeigen, was für eine Familie damals wichtig war. Pferde, Hunde und sogar Raubvögel wurden zusammen mit dem Verstorbenen beigesetzt, was den Wohlstand und die Stellung des Menschen in seiner Gemeinschaft widerspiegelt.
Der Ort ist leicht zugänglich und kann vom Parkplatz zu Fuß erreicht werden, wobei ein kurzer Weg zum Grabhügel selbst führt. Besucher sollten auf unebenem Gelände vorbereitet sein und gutes Schuhwerk tragen, da die Umgebung natürlich und nicht gepflastert ist.
Unter dem Hügel wurde ein vollständig erhalten gebliebenes Wikingerschiff entdeckt, ein Fund, der für die Archäologie ungewöhnlich selten ist. Das Schiff selbst war Jahrtausende lang von Erde umgeben, was seine außergewöhnliche Erhaltung ermöglichte.
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