Gråbeingårdene, Arbeiterwohnkomplex in Toyen, Norwegen
Gråbeingårdene ist ein Arbeiterwohnviertel in Tøyen in Oslo, bestehend aus zwei Häuserblöcken mit vier Geschossen, die um enge Innenhöfe angeordnet sind. Die Mietswohnungen waren ursprünglich kleine Ein-Zimmer-Apartments mit Küchen, die um diese zentralen Höfe herum gebaut wurden.
Der Meisterbauer Ole Olsen errichtete die Gebäude zwischen 1886 und 1894 als Wohnlösungen für Fabrikarbeiter in Oslo. Diese Wohnanlage war ein frühes Beispiel für systematische Massenunterkünfte in der Stadt.
Die Gebäude zeigen, wie Arbeiter in Oslo um die Jahrtausendwende lebten, und ihre Geschichte erscheint in Werken von Schriftstellern wie Oskar Braaten. Besucher können sich vorstellen, wie Familien in diesen engen Räumen ihren Alltag gestaltet haben.
Ein erhaltenes Apartment im Haus Toyengata 38B zeigt die ursprüngliche Ausstattung und wie Menschen damals wohnten, betreut vom Oslo Museum. Besucher können frei die Innenhöfe erkunden und die Architektur der Gebäude von außen betrachten.
Jedes Treppenhaus im Komplex beherbergte bis zu zwanzig Apartments und war damals extrem dicht besiedelt. In den 1930er Jahren lebten etwa viertausend Menschen hier auf minimalem Raum zusammen.
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